

Querverbauungen schädigen in jedem Fall unsere Flüsse und Bäche. Es ist deshalb erforderlich, auf Schadensbegrenzung zu achten. An der Fränkischen Saale bei Gräfendorf hatte der neue Besitzer nach umfangreichen Änderungen die Auflage, einen Umgehungsbach zu bauen, vorbildlich verwirklicht. Es wäre zu wünschen, dass sich Lösungen dieser Art als Vorbild für weitere Umbauten an der Saale etablieren. Auch an der Rödermühle in Diebach hat der Betreiber eine bemerkenswerte Verbesserung vorgenommen. Die Turbine wurde durch eine Archimedes-Spirale ersetzt. Die Spirale lässt - anders als Turbinen - eine nahezu verletzungsfreie Passage von Fischen zu. Bekannt ist, dass die Verluste bei der Passage von Turbinen bei einer Größenordnung von etwa 26 % liegen. Eine traurige Bilddokumentation dazu hat W. Klein von der IG Lahn geliefert:

Den Wasserwirtschaftsämtern verdanken wir den Ausbau zweier Mäander, einer davon in Gräfendorf.

Darüber hinaus wurden wassernahe Flächen aufgekauft, um streckenweise die Uferbefestigungen zu entfernen und abzuflachen. Diese Maßnahme schafft Retentionsraum bei Hochwasserereignissen und ebenso wertvolle Laichgebiete für Fische.
Die Hegefischereigenossenschaften bemühen sich um den Erhalt der Fische und bringen überall dort, wo es notwendig geworden ist, Besatz ein, um bedrohte Arten zu erhalten. Hier geht es vorrangig um Kleinfische, die für das Gewässer nützlich sind. Ein Übriges tun die Angelvereine, die sich um die Sauberkeit der Flüsse kümmern und die Jugend behutsam mit dem Leben im und am Wasser vertraut machen.